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FAQ

Kaum ein konventioneller Kühlschrank kann bei häufigem Öffnen die geforderte Temperatur halten. Zudem unterliegen die Temperaturen in den meisten herkömmlichen Kühlschränken relativ starken Schwankungen. So lässt sich beobachten, dass die Temperaturen im oberen Bereich und im Türbereich häufig höher sind als im unteren Bereich. Wir empfehlen daher einen Medikamentenkühlschrank. Dieser muss die DIN-Norm 58345 erfüllen.

Medikamentenkühlschränke können Sie über verschiedene Ärzte-Grossisten beziehen.

Der Toleranzbereich beim Kühlschrank liegt bei 2 bis 8°C, beim Lagerraum für Medikamente bei 15 bis 25°C. Die Temperatur im Kühlschrank muss sich zwischen 2 und 8 °C bewegen. Diese Werte sollten täglich mit einem kalibrierten Thermometer kontrolliert werden. Die Temperatur in der Praxisapotheke wird einmal wöchentlich, beim Kühlschrank hingegen täglich durch die MPA abgelesen und auf einer Messliste eingetragen. Der Messort muss jeweils genau dokumentiert werden. Während Hitzeperioden ist eine häufigere Kontrolle notwendig. Achtung: Bezüglich des Kontrollintervalls gibt es kantonale Unterschiede!

Viele Grossisten bieten einen kalibrierten Temperatur-Daten-Logger an. Der Temperatur-Daten-Logger muss Minimum- und Maximumwerte aufzeichnen können.

Es ist auch möglich, ein kalibriertes Thermometer auszuleihen und den Vergleich 1x im Jahr selber durchzuführen. Vom kalibrierten Thermometer, das für den Vergleich beigezogen wird, muss ein gültiges Kalibrierzertifikat vorliegen. Am besten wird die Kontrollmessungen in einem Wasserbad bei ca. 8°C und bei ca. 15°C vorgenommen. Dabei muss die jeweilige Abweichung vom kalibrierten Thermometer notiert werden. Dieser Vergleich kann auch von einem SCS-Labor oder einem anderen Betrieb vorgenommen werden.

Die Betäubungsmittel müssen immer separat in einem Tresor oder abgeschlossenen Schrank, der mit dem Gebäude verbunden ist, gelagert werden. Falls Betäubungsmittelabhängige mit Betäubungsmitteln behandelt werden, ist zur Aufbewahrung ein Kassenschrank nötig. Der Schrank sollte fest mit dem Gebäude verbunden oder entsprechend standfest sein (wir empfehlen: ca. 300 kg Gewicht). Alle Schränke werden nach der Behandlung des letzten Patienten abgeschlossen.

Geht es um die Abgabe von Heilmitteln, müssen Sie sich jeweils fünf Fragen stellen: 1) Handelt es sich um den richtigen Patienten? 2) Habe ich das richtige Heilmittel ausgewählt? 3) Ist die Dosierung richtig gewählt? 4) Habe ich die Verabreichungsform richtig vermerkt? 5) Ist das Heilmittel richtig beschriftet? Können Sie diese fünf Fragen alle mit JA beantworten, können Sie das Heilmittel ohne Bedenken abgeben.

Für eine ordnungsgemässe Beschriftung von Heilmitteln gehen Sie am besten folgendermassen vor: Zuallererst bringen Sie ein Etikett auf der Verpackung an. Darauf vermerken Sie in gut leserlicher Schrift den Vor- und Nachnamen des Patienten, die Einnahmevorschriften, das Datum der Abgabe und den Preis des Heilmittels.